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Brief an Merkel.
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petra.m.kopf
14. Mai 2020
Ich bin noch nicht lange im Verband. Es liegt deshalb in der Natur der Sache, dass ich manche Diskussion und Gefühlslagen nicht im vollem Umfang erfassen und nachvollziehen kann. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass jede Position aus guten Gründen eingenommen wird. Bei mir hat der Brief an die Frau Bundeskanzlerin und die verschiedenen Kommentare dazu den Eindruck hinterlassen, dass das wofür unser Verband stehen kann bzw. stehen soll, ganz unterschiedlich wahrgenommen wird. Dass der Klärungsbedarf hinsichtlich des Selbstverständnisses des Berufsbilds - und wie ich meine wahrgenommen zu haben, auch hinsichtlich des Sichtbar-Seins in der Gesellschaft - größer ist als gedacht. Wenn ich Begriffe wie peinlich, Peinlichkeit oder Schamesröte lese, dann macht mich diese Wortwahl betroffen. Vielleicht täusche ich mich, steckt dahinter die Sorge, dass wir AtemtherapeutInnen und AtempädagogInnen vielleicht nicht halten können was wir versprechen? Ich respektiere Ihre Meinung, Frau Ross. Sie haben wichtige Aspekte angesprochen. Meine Meinung ist jedoch eine andere. Ich finde gut, dass der Brief an die Frau Bundeskanzlerin geschrieben wurde. Ich finde, es ist die Aufgabe des Verbandes, die Atemarbeit in den politischen Fokus zu rücken. Und meiner Meinung nach ist das ein guter Zeitpunkt. Wie können wir rechtfertigen, in einer Krise, die die Gesundheit und vor allem das Atemgeschehen betrifft, nicht die Stimme zu erheben und unser Potential in die politische Diskussion einzubringen? Und ja, dieser Brief ist nicht perfekt. Und er wird es auch nie sein, da wir alle unterschiedliche Ansichten dazu haben. Doch ich finde es gut und wichtig, dass es ihn gibt. Nun können wir gemeinsam darüber nachdenken, was wir daraus lernen können und wie es weiter gehen kann.
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